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Dobermann Nothilfe e.V.
Frau Simone Hammer-Lippert
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Obi

 Name: Mopik

 Rasse: Mischling

 Geboren: ca.2017

 Geschlecht: männlich/kastriert

 Größe: 9kg,37cm

 Verträglichkeit mit Hunden: ja

 Verträglichkeit mit Katzen: ja

 Kinder:  größere ja

 Besonderheiten: nein

 Aufenthalt: in 57555 Mudersbach

Mopiks Leben in Polen war kein Zuckerschlecken.Er kam ins Tierheim mit einem krummen Vorderbein, und mit dem Hinterbein konnte er nicht auftreten. Wenn man sich sein trauriges Gesicht ansah, die krummen Vorderpfoten und das beschädigte Hinterbein, konnte man erahnen, was für einen Besitzer er hatte. Die tierärztlichen Untersuchungen ergaben, dass Mopik vorne einen alten Bruch hatte, der etwas schief zusammen gewachsen ist. Das beeinträchtigt ihn aber gar nicht.Das muss auch nicht mehr operiert werden. Mopiks Hinterbein wird Anfang Oktober nochmal operiert und dann kann er auch wieder gut laufen. Dann ist der kleine liebe Mann startklar für ein neues Leben.

** Update der Pflegestelle am 22.09.2021

Mopik „Moppi“ ist nun seit 4 Tagen bei mir in Pflege. Nach dieser Zeit lässt sich schon Einiges über ihn sagen: ein grundlegend lieber Geselle ohne schlechte Absichten, der sich eigentlich nur nach einem warmen Körbchen, Ruhe und Streicheleinheiten sehnt.Er scheint keine schöne Vergangenheit gehabt zu haben und schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht zu haben.

Wenn „Moppi“ in einer Situation überfordert ist, sucht er die Nähe seines Menschen und versteckt sich bei diesem. Besonders auffällig ist dies, wenn er mit fremden Personen konfrontiert wird. Er ist Menschen gegenüber (egal ob Kind, Erwachsen, Mann oder Frau) erstmal äußerst ängstlich und skeptisch, aber nicht böse oder desinteressiert. Ich würde dies eher als eine natürliche Schutzreaktion deuten, die aus seiner Vergangenheit resultiert. Mit Frauen scheint er dann aber schneller warm zu werden als mit Männern und Kindern. Bei Kindern verunsichert ihn das Lebhafte, das Spontane, das Rumgehopse, weil er es einfach nicht zu kennen scheint.

Wenn fremde Menschen versuchen, sich ihm langsam anzunähern und ihn zum Beispiel mit Futter zu locken, ist er bei Frauen viel schneller an der Hand als bei Männern oder Kindern, zieht dann aber wieder zurück und beobachtet lieber. Von meiner Mutter ließ er sich z.B. nach zwei Stunden kennenlernen schon völlig entspannt streicheln, während er am dösen war.

Hat er einen Platz, eine Wohnung oder ein Büro als sein Revier anerkannt, zögert er nicht davor, „Eindringlinge“ zu verbellen und sich mit Drohgebährden gefährlicher zu machen als er ist. Hat er einen Menschen als seinen Chef anerkannt, lässt er sich aber in solchen Situationen auch maßregeln und gibt sich dann. 

Grundliegend mag er keine lauten, plötzlichen Geräusche (wie heranfahrende getunte Autos,Mofas, Baustellengeräusche… Staubsauger findet er scheisse) - an laute Stimmen im Haus hat er sich aber schnell gewohnt. Es macht ihm nichts aus, wenn um ihn herum gewuselt, laut gelacht oder diskutiert wird, wenn er sich das in Ruhe von seinem Platz aus ansehen kann und er nicht involviert wird.

Die Unsicherheit ist entsprechend draussen am Grössten, wenn er ausser hinter den Beinen von Herrchen oder Frauchen keinen Fluchtort hat.

Es behagt ihm nicht, wenn jemand hinter ihm geht. Hört er auf einem Spaziergang Stimmen -selbst weit- hinter sich, hinter einer Kurve oder auf einem Parallelweg, dreht er den Kopf unsicher hin und her. Auch in dieser Situation wieder scheint er einfach Angst vor Menschen zu haben, die ihm etwas Böses wollen.

Mopik musste die vorherige Pflegestelle verlassen, weil er operiert werden muss. Er hat ihn den vier Monaten, die er in Deutschland ist noch keine Kommandos gelernt. Sitz, Platz… ist ihm unbekannt. Aber dumm ist er nicht, nach 4 Tagen versteht er schon „Komm“, „Runter“ (wenn er auf die Couch will) und „Decke“, mit Futter ist bei ihm viel machbar. An „Ruhe“ (wenn er Menschen im Büro verbellt) arbeiten wir noch 😉.

Spricht ihn „sein“ Mensch mit Namen an, ob daheim oder unterwegs ist er freudig und sofort aufnahmebereit. Soll er etwas lassen und hört ein klares „Nein“ weiß er auch, was gemeint ist.

Man darf ihn nicht alleine mit Fressbarem im Raum lassen, die Chance wird er sofort nutzen und sich an Tüten etc. zu schaffen machen, dass er an den Inhalt kommt.

Das Kennenlernen mit Elly der Dobermannhündin war anfangs problematisch, da er zur Verteidigung gleich auf Angriff gesetzt hat, Zähne zeigen, schnappen etc., damit sie bloß nicht zu nahe kommt. Am zweiten Tag will er sie auch gerne beschnüffeln, aber sie soll sich bitte nicht nach ihm umdrehen oder versuchen mit ihm zu spielen, dann wird er sofort grantig. Grundsätzlich würde ich dennoch nicht sagen, dass er alleine gehalten werden muss, auch da gilt wieder, wenn er seine Zeit bekommt und der andere Hund ihn nicht bedrängt, geht das für ihn in Ordnung.

Mopik reagiert in vielen Situationen ängstlich und unsicher und benötigt meiner Meinung nach souveräne Menschen, die ihm Sicherheit geben, die ihm aber auch aufzeigen, dass er nicht für sie zu regeln hat, Menschen, die gewillt sind mit ihm zu arbeiten und ihm Kommandos beizubringen, denn von seinem Menschen verbal oder mit Futter gelobt werden ist für ihn ein absolutes Highlight.

 „Moppi“ benötigt (Stand jetzt vor der OP) keine Menschen die sportlich zu ambitioniert sind, auch keine Gassigänger, die im Soldatenschritt Kilometer machen. Mopik würde sich „gemütliche“ Menschen wünschen, die locker durch die Gegend spazieren. Er zieht nicht an der Leine, läuft locker nebenher oder einen Schritt zurück und freut sich einfach, wenn er mit seinem Menschen sein kann. Mopik kann problemlos von einem Kind an der Leine geführt werden.

Er ist kein Hund, den man einer speziellen Altersgruppe zuweisen kann, solange die Menschen ausgeglichen, gemütlich sind. In einem Haushalt mit einer Frau würde er sich sicher am Wohlsten fühlen. Ein Haushalt mit einem Kind, dass nicht zu stürmisch auf ihn einwirkt und ihm seine Ruhe lässt um anzukommen ist auch absolut drin. Er benötigt kein Haus mit Garten, er kann super in einer Wohnung gehalten werden. Moppi fährt problemlos Auto, man merkt gar nicht, dass man einen Hund an Bord hat. Zusammengefasst würde ich behaupten Mopik ist ein Hund der viel Potenzial hat und anpassungsfähig ist. Ich würde ihn allerdings zu Menschen vermitteln, die schonmal einen Hund hatten und ihm von Anfang an nicht alles durchgehen lassen.

Mopik ist in 57555 Mudersbach auf einer Pflegestelle untergebracht und kann dort gerne besucht werden

 Weitere Photos sehen Sie hier

> https://www.mixfelle-dobermann-nothilfe.de/andere-rassen-suchen-ein-zuhause/mopik/

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